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Krieg in der Ukraine - Was müssen wir jetzt tun?

27. Februar 2022

Der russische Präsident Putin bringt den Krieg zurück nach Europa.

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Von langer Hand vorbereitet, und mit zynischen Beleidigungen gegenüber einer frei gewählten demokratischen Regierung in der Ukraine überfällt er ein Land, dass sich auf den Weg in die Demokratie und Unabhängigkeit gemacht hat. Mit bizarren und falschen, geschichtsverfälschenden Rechtfertigungen, sowie Angst vor demokratischer Veränderung in Russland selbst, versucht er eine Änderung der Nachkriegs­ordnung in Europa in eine Art zaristische Staatsform zu verändern und Russland als Weltmacht zu etablieren. Dabei ist Herrn Putin völlig gleichgültig, wie viele Opfer dieses Vorgehen fordert, sowohl in der Bevölkerung der Ukraine, als auch bei seinen eigenen Landsleuten. Die europäische Politik und unsere Bundesregierung müssen jetzt schärfsten Maßnahmen ergreifen, die auf die oligarchischen Cliquen zielen, die das „System Putin“ stützen und Europa vor weiteren Übergriffen bewahren.

Was wir jetzt tun müssen für die Menschen in der Ukraine? Wir, denen die freiheitliche Demokratie ein hohes Gut ist, müssen jetzt solidarisch an der Seite der Ukraine stehen und uns für den Frieden einsetzen.

Angesichts dessen, dass in der Ukraine die Bomben fliegen, fällt es schwer, den Blick auf etwas anderes zu richten. Dieser Krieg zeigt schonungslos auf, in welcher Abhängigkeit wir in Fragen der Energieversorgung mit Russland stehen.  Über die Hälfte des in Deutschland genutzten Erdgases stammt aus Russland (55%). Die Abhängigkeit von russischem Öl ist nur etwas weniger ausgeprägt, liegt aber immerhin noch bei 38%.

Was wir jetzt für uns selbst tun müssen, ist die Energiewende nicht nur konsequent voranzutreiben, sondern sie noch zu beschleunigen, um uns aus der Abhängigkeit fossiler Energien zu lösen und uns aus der Umklammerung von despotischen Staaten zu befreien.

Das Land Baden-Württemberg will mit einer im Herbst 2021 ins Leben gerufenen Task Force die Klimawende beschleunigen. Unter anderem sollen Freiflächen-PV und Windkraftanlagen mehr Fläche erhalten. Der ForstBW hat bereits Flächen für bis zu 90 Windrädern identifiziert. Anlagen sollen künftig auch in Landschaftsschutzgebieten leichter möglich werden. Das im Klimaschutzgesetz festgehaltene Zwei-Prozent-Flächenziel soll so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Die Notwendigkeit die Energiewende einzuleiten und zu beschleunigen, ist auch ein Muss für unsere Gemeinde. Die Aktiven der BUND Ortsgruppe Weissach und Flacht rufen die Verwaltung und den Gemeinderat auf, unverzüglich die nötigen Schritte einzuleiten, um auch auf unserem Gemeinde­gebiet Flächen für die Erzeugung alternativer Energien bereitzustellen.

Dabei muss berücksichtigt werden, dass Bürgerbeteiligung eine tragende Säule der Energiewende ist, die wesentlich für den schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien gesorgt hat und weiterhin sorgen wird. Besonders für die Akzeptanz von Energieerzeugungsanlagen ist Bürgerbeteiligung unverzichtbar. Denn wenn Bürger*innen beteiligt werden, erzeugt dies ein wachsendes Interesse in der Bevölkerung.   

Der Vorstand.

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