Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

Ortsgruppe Weissach + Flacht

Umweltinformationen

Informationen aus dem Bereich des Umwelt- und Naturschutzes nach dem Motto: Lesen schadet der Dummheit.

Neueste Informationen

Raus aus der Kohle – auch im Ländle!

Sie stehen zwar im Klimaschutzgesetz des Landes, aber erreichen wird Baden-Württemberg seine Klimaschutzziele für das Jahr 2020 nicht. Für die grün geführte Landesregierung ist es vielleicht ein schwacher Trost, dass die Situation bezogen auf Gesamtdeutschland nicht besser aussieht, doch es bleibt ein Desaster.

Die Gründe für den Misserfolg sind vielfältig: Der gescheiterte CO2 Emissionshandel , die ungebremst wachsenden Emissionen des Straßenverkehrs und auch der Energieverbrauch der privaten Haushalte sind hier zu nennen.

Der BUND fordert als deutschlandweite Klimaschutz-Sofortmaßnahme, die ältesten und dreckigsten Kohlekraftwerke umgehend abzuschalten. Auch Baden-Württemberg´ s Kohlekraftwerke rücken dabei  in den Fokus (Quelle):

Heizkraftwerk Altbach/Deizisau (EnBW), 1270 MW

Kraftwerk Heilbronn (EnBW), 1000 MW

Rheinhafen-Dampfkraftwerk Karlsruhe (EnBW), 1450 MW

Grosskraftwerk Mannheim (RWE, EnBW & MVV), 2146 MW

Kraftwerk Marbach (EnBW), 395 MW

Kraftwerk Stuttgart-Münser (EnBW), 614 MW

Heizkraftwerk Stuttgart-Gaisburg (EnBW), 468 MW

Heizkraftwerk Ulm-Söflingen (Fernwärme Ulm GmbH), 321 MW

Kraftwerk Walheim (EnBW), 391 MW

Aktuell stammen noch rund 30 Prozent der Stromerzeugung im Südwesten aus Steinkohlekraftwerken, ein Drittel aus Atomkraftwerken und schon etwa ein Viertel aus regenerativen Quellen. Tendenz immerhin steigend.

Bislang geht die Landesregierung davon aus, dass Kohlekraftwerke noch bis mindestens 2045 betrieben werden. Doch sie muss den Wandel jetzt einleiten und im Energiekonzept einen deutlich ehrgeizigeren Ausstiegszeitpunkt festlegen, der dann verbindlich geregelt wird. Auch die Kraftwerksbetreiber brauchen Planungssicherheit. Allen müsste überdies klar sein, dass auch die Kohlekraftwerksblöcke, die in den letzten Jahren in Mannheim und Karlsruhe ans Netz gegangen sind, die vorgesehene Betriebszeit von 40 und mehr Jahren keinesfalls erreiche dürfen.

Vom Klimawandel wird der Südwesten Deutschlands nach aktuellen Prognosen der Universität Hohenheim stark betroffen sein. Das lässt uns keine Wahl. Der Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle muss sofort erfolgen.

Endlich in den Landkreisen mitentscheiden

Weil Baden-Württemberg und Hessen die letzten Bundesländer ohne Bürgerbegehren und Bürgerentscheide auf der Landkreis-Ebene sind, wurde im vergangenen Jahr durch den Verein "Mehr Demokratie" Unterschriften für einen Volksantrag gesammelt, um das zu ändern.

Der Erfolg: Ende März 2019 wurde ein entsprechender Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht. Zwar reichen die gesammelten Unterschriften für einen erfolgreichen Volksantrag nicht aus, aber die FDP-Landtagsfraktion hat das Anliegen von "Mehr Demokratie" aufgenommen und nun muss der Landtag dazu entscheiden.

Das Gute ist: Von Anfang an hatte der Volksantrag die Unterstützung aller Landtagsparteien - außer der CDU. Sie kann als Regierungspartei die rechnerisch vorhandene Mehrheit für Bürgerentscheide in den Landkreisen blockieren.

Der Verein "Mehr Demokratie" bittet: Fordern Sie jetzt die Landtagsabgeordneten Ihrer Region in einem persönlichen Brief auf, bei der Abstimmung mit "Ja zu Bürgerbegehren auf Landkreisebene" zu stimmen!

Alle Infos und Musteranschreiben finden Sie hier.

Nur ein Rettungsboot mehr

Die Fehlentscheidungen auf der Titanic haben Besatzung und Passagiere direkt getroffen. Die verfehlte Klimapolitik wird hingegen erst auf unsere Kinder mit voller Wucht durchschlagen.

Ein Kommentar von Volker Quaschning

Stellen wir uns einmal vor, die Besatzung der Titanic hätte im Jahr 1912 unsere heutigen technischen Möglichkeiten gehabt. Satellitenbilder hätten den Kollisionskurs mit dem Eisberg aufgezeigt und Sicherheitsinspekteure hätten darauf hingewiesen, dass das Schiff nur über 20 anstatt der benötigten 63 Rettungsboote verfügt. Was würden wir von einem Kapitän halten, der folgende Ansage gemacht hätte? »Danke für die Informationen. Aber eine Abweichung vom geplanten Kurs gefährdet den wirtschaftlichen Erfolg und damit Arbeitsplätze der Reederei. Wir nehmen ein zusätzliches Rettungsboot mit und halten den Kollisionskurs«.

Weiterlesen...

Erdüberlastungstag

Am 1. August war Erdüberlastungstag. Ab jetzt leben wir auf Pump.

Alle wichtigen Hintergrundinformationen dazu auf:

Windkraft macht nicht krank, aber die Angst davor verhindert Windkraft

Immer wieder werden vor allem von Windkraftgegnern Ängste in der Bevölkerung gegenüber gesundheitlichen Auswirkungen von Windkraftanlagen, insbesondere durch Infraschall geschürt.
Dass diese Ängste keine wissenschaftliche Grundlage haben, hat nun die Bundesregierung in einer Antwort auf eine kleine Bundestagsanfrage der FDP erneut bestätigt.

Weiterlesen

BUND-Bestellkorb