Ortsgruppe Weissach + Flacht

Mein Beitrag zum Klimaschutz

Der „Klimaspecht“ steht für aktiven Klimaschutz in unserer Gemeinde. Er trägt Beispiele und Ideen aber auch Forderungen an unsere Kommunalpolitiker*innen zusammen, wie praktischer Klimaschutz bei uns zuhause und in der Gemeinde aussehen kann. Verraten auch Sie dem Specht was Sie aktiv im Kleinen wie im Großen zum Klimaschutz beitragen.

Anglika K. aus Flacht berichtet über ihre Klimaschutzmaßnahmen

Nachdem das Thema Klima nach den vielen Freitagsdemonstrationen wieder verstärktwurde, haben auch wir diskutiert,
was wir noch zusätzlich tun können. So haben wir uns Ende letzten Jahres ein Seniorenticket sowie eine Bahncard zugelegt.
Leider kam die Nutzung mit Bus und Bahn wegen der Corona-Zeit etwas zu kurz.

Auch lassen wir so oft als möglich das Auto in der Garage und machen Erledigungen im Umkreis von ca. 10 Kilometer mit dem E-Bike. Das macht Spaß, benötigt nicht viel mehr Zeit und für frische Luft ist auch gleich gesorgt.

Besonders gefreut hat uns, dass bei der Feuerstättenprüfung unserer Holzpelletheizung dieses Jahr wieder Top-Werte bescheinigt wurden. Laut Kaminfeger würden diese Messwerte den neuesten Vorgaben standhalten.

Auch mit nur einem kleinen Garten, der naturgemäß gestaltet ist, lässt sich doch einiges für Insekten und der Vogelwelt machen. Unser dieses Jahr angebrachtes Insektenhotel wurde gleich sehr gut angenommen.

Marianne W. aus Weissach berichtet

Strom vom Balkon
Nicht jeder hat ein eigenes Haus, und nicht jedes Dach hat eine günstige Nord-Süd-Ausrichtung, um eine effektiv arbeitende Solaranlage zu installieren. Aber Balkone, auch an Mietshäusern, liegen meist auf der sonnenbeschienenen Südseite und sind somit gut geeignet, Strom für die Eigennutzung zu "ernten".

Und das geht ganz einfach:
2 Solarmodule à 250 Wpeak, am Balkongeländer in eine Halterung eingehängt, 1 Wechselrichter, 1 kleiner Stromzähler, 1 Steckdose in Reichweite. Jetzt noch beim Netzbetreiber anmelden - fertig!

Mit diesem Strom verringert sich also die Menge, die vom Stromanbieter teuer gekauft werden muss. Man speist, wenn die Sonne scheint, z. B. Geräte im Stand-by-Modus, aber auch "Dauerläufer" wie Kühl- und Gefrierschrank.

2 solcher Minianlagen gibt es bereits in Weissach. Hunderte könnten folgen, und wir wären einen kleinen Schritt weiter auf dem Weg zur Klimarettung.

Für den Klimaspecht

Vor drei Jahren habe ich mir ein E-Bike gekauft. Seit dieser Zeit fahre ich regelmäßig und fast täglich mit großer Freude damit. Meine Besorgungen und Einkäufe in Weissach und Flacht erledige ich seither überwiegend mit dem Fahrrad. Ob Arztbesuch, Physiotermin, Besuche auf dem Friedhof, Einkäufe oder private Besuche, alles sehr gut machbar. Auch Erledigungen in Rutesheim sind kein Problem und kosten unwesentlich mehr Zeit. Das E-Bike ersetzt das Autofahren perfekt bei allen Kurzstrecken.

Beim Einkauf achte ich besonders darauf, möglichst regionale Produkte zu kaufen. Seit einem Jahr freue ich mich immer, wenn ich draußen beim Klammhof frische Eier und Nudeln in Biolandqualität holen kann.

Die Fahrten mit dem Fahrrad an der frischen Luft macht Spaß. Dies kombiniert mit einem regionalen Einkauf ist ein kleiner Beitrag zur Verbesserung meines ökologischen Fußabdruckes.

Was ich mir wünsche? Eine Verbesserung unseres Radwegenetzes in Weissach und Flacht und zu den umliegenden Gemeinden. Auch wünsche ich mir noch mehr Angebote landwirtschaftlicher Produkte in Bioqualität – diese sollte unbedingt gefördert werden.

Wolfgang H. aus Flacht schreibt dem Klimaspecht

Mit wenig Aufwand haben wir unseren Balkon in eine kleine Blumenwiese verwandeln. Hierfür einfach eine geeignete Blumenwiesenmischung einsähen und wachsen lassen. Wir achten dabei auf torffreie Blumenerde, um die Zerstörung von wertvollen Hochmooren zu verhindern.

Zusätzlich haben wir noch ein kleines Insektenhotel hingestellt, damit sich neue Bewohner ansiedeln können. Sobald die Wiese blüht, kann man Wildbienen und andere Besucher begrüßen. So konnten wir diese Wildbiene beim Nektar sammeln fotografieren.

Dieter B. aus Weissach schreibt

Strom von der Sonne und vom eigenen Dach

Seit gut einem Jahr bekommen wir zu etwa 85% (76-91% je nach Sonnenschein) unseren Strom von der Photovoltaikanlage auf unserem Süd-Dach. Mit einem Batteriespeicher im Keller können wir unseren Bedarf auch bei wenig Sonne und nachts zum Teil abdecken. Daneben haben wir durch die Einspeisung der überschüssigen Energie in das Netz etwas mehr zwei Haushalte mit vergleichbarem Verbrauch mit Strom versorgt.

Ich wünsche mir, dass sich in Weissach/Flacht viele Besitzer von Häusern mit geeigneten Dächern sich zu einer Investition in die Zukunft und für das Klima entscheiden. Vor allem aber hoffe ich, dass der Gesetzgeber bald die Hürden beseitigt, so dass auch Eigentümergemeinschaften und Mietergemeinschaften eine solche Anlage zu vertretbaren Bedingungen betreiben können.

Ich plane, noch eine Steckdose als Ladestation zu installieren und Überschüsse vom Dach an Besitzer von E-Autos abzugeben.

Ergebnis des CO2-Rechners führt zu Ernährungsanpassung

Im letzten Herbst habe ich mich auf einen CO2-Rechner (Siehe auch auf der Internetseite der Gemeinde Weissach unter „Rathaus&Service / Klimaschutz“) eingelassen, um zu einer groben Einschätzung meines persönlichen „Fußabdrucks“ für das Klima zu kommen. Sehr erstaunt hat mich, dass mein Käse- und Yoghurtkonsum enorm das Klima belasten. Ich musste z.B. auch erfahren, dass Butter den größten CO2 Äquivalenzwert (in diesen Wert gehen neben CO2 auch Methan und andere klima-schädliche Stoffe mit ein) aller Lebensmittel hat.

Ich wünsche mir, dass sich viele Weissacher Bürger*innen (z. B. über einem CO2-Rechner) Anregungen holen und sich Gedanken machen, in welchen Bereichen sie durch ihre persönlichen Essgewohnheiten zum Klimaschutz beitragen können.

Jörg H. aus Flacht schreibt

Seit März 2020 bin ich stolzer Betreiber einer Photovoltaik-Anlage (16,5 kwp, Ost-West Ausrichtung). Super Sache und ein tolles Gefühl, einen wichtigen Beitrag zur CO2 Reduktion zu leisten. Die Anlage deckt unseren gesamten Hausverbrauch. Und der darüber hinaus produzierte Strom fließt in unseren Speicher = unser Elektroauto. Ich kann nur allen, die die Möglichkeiten haben, empfehlen, eine Solaranlage auf´s Dach zu sezten. Übrigens: Installiert wurde die Anlage von einem ortsansässigen Unternehmer. Von der Angebotseinholung bis zur Freischaltung vergingen nur 4 Wochen. Das sichert zukunftsfähige Arbeitsplätze vor Ort.

Schon seit 2014 fahren wir in der Familie nur noch Elektroauto, eine Renault ZOE. Das Fahrzeug ist absolut alltagstauglich und auch für weitere Fahrten gut geeignet. Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass das Ladenetzwerk schon sehr gut ausgebaut ist.

Und für die Fahrt zur  Arbeit nutze ich die öffentlichen Verkehrsmittel (Bus nach Leonberg und S-Bahn nach Stuttgart). Oft sind im Bus noch viele Plätze frei und ich wünsche mir dann, dass viele Weissacher und Flachter den Schritt wagen würden, auch auf den ÖPNV umzusteigen.

Als nächstens machen wir uns in der Familie Gedanken über unsere Ernährung, d.h. weniger bis gar kein Fleisch mehr. In diesem Bereich und im privaten Konsum liegt bei uns noch viel Potential zur CO2 Einsparung.

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