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Ortsgruppe Weissach + Flacht

Ortsgruppe Weissach und Flacht

Geschichte der BUND Ortsgruppe Weissach + Flacht

1984 wurde in Leonberg die BUND Ortsgruppe Leonberg gegründet. Da viele Mitglieder der neuen Ortsgruppe aus dem gesamten Altkreis Leonberg stammten und anfangs zu den noch wöchentlich stattfindenden BUND Treffen kamen, benannte sich die Leonberger Gruppe bald in Bezirksgruppe Leonberg um.

In der Bezirksgruppe Leonberg wurden alle Umweltthemen behandelt und Stellungnahmen zu Umwelt gefährdenden Themen bearbeitet. Es wurden Vorträge organisiert und Seminare gehalten. Veranstaltungen, wie eine Fahrt in die damalige Energiehauptstadt Rottweil, gehörte auch dazu.

Schon 1985 fanden sich in Weissach BUND Mitglieder zusammen um die in Weissach und Flacht anfallenden Umweltthemen zu bearbeiten, Stellungnahmen abzugeben und Briefe zu verfassen. Diese wurden dann über die Bezirksgruppe Leonberg verschickt. Da die Arbeit in Weissach immer mehr wurde, beschlossen die Weissacher und Flachter BUND Mitglieder im September 1987 für Weissach und Flacht eine offizielle BUND Ortsgruppe zu gründen.

Abrissarbeiten in der Ortsmitte von Weissach

Liebe Mitglieder der BUND Ortsgruppe Weissach + Flacht,

seit die Gemeinde Weissach am 8. Mai 2019 einen Artikel im Amtsblatt veröffentlichte, in dem der BUND Weissach + Flacht namentlich beschuldigt wurde, die Abbrucharbeiten für eine neue Ortsmitte in Weissach unnötig verzögert zu haben, ist schon einige Zeit vergangen. Viele von Euch haben sich bestimmt schon gefragt, warum der Vorstand der BUND Ortsgruppe sich dazu noch nicht geäußert hat.

Das lag einerseits daran, dass wir das Thema in aller Ruhe und Sachlichkeit aufarbeiten wollten, u.a. auch in einem Gespräch mit Herrn Bürgermeister Töpfer. Außerdem musste noch eine „Rettungsaktion Rotschwänzchen“ durchgeführt werden, über deren Verlauf Ihr einen Bericht auf unserer Internetseite lesen könnt. Hier nun aber der Sachverhalt, wie er sich aus unserer Sicht darstellt.

Am 25. März beschloss der Gemeinderat den Abriss von insgesamt 12 Gebäuden (7 Wohn- und 5 Scheunengebäude) in der Ortsmitte von Weissach.

Am 27. März behandelten der BUND das Thema im Rahmen seiner Mitgliederversammlung, da es gute Gründe gab anzunehmen, dass in den alten leer stehenden Gebäuden geschützte Tiere, Fledermäuse oder Nischenbrüter, ihre Nester haben. Die anwesenden Mitglieder beschlossen, dass sich der BUND an die Gemeinde wendet um nachzufragen, ob die artenschutzrechtlichen Vorgaben in Zusammenhang mit den Abbrucharbeiten bekannt sind und umgesetzt werden.

Am 2. April führte der BUND ein Gespräch mit der Leiterin des Ortsbauamts, in dem wir anboten, die vom Abriss betroffenen Gebäude zu begehen, um rechtzeitig vor Abrissbeginn zu untersuchen, ob geschützte Arten vorkommen. Erwähnenswert ist, das Landratsamt Böblingen ein Faltblatt „Artenschutz bei Baumaßnahmen“ herausgegeben hat, in dem auf die Problematik beim Abriss alter Gebäude hingewiesen und Lösungsvorschläge beschrieben werden. Darauf haben wir uns bezogen, aber leider wurde unser Angebot abgelehnt, mit dem Hinweis, dass eine Begehung durch Gemeindevertreter bereits stattgefunden habe und nichts gefunden wurde. Außerdem bestehe Einsturzgefahr, was eine Begehung durch den BUND aus Sicherheits- und Haftungsgründen nicht zulasse.

Da diese Aussagen für uns nicht akzeptabel waren, fassten wir nach und im Verlauf des Gesprächs kam von Seiten des Ortsbauamts der Vorschlag, ein externes Fachbüro mit der Begehung zu beauftragen. Damit erklärten wir uns einverstanden.

Es stellte sich auf Nachfrage jedoch heraus, dass die Gemeinde kein externes Fachbüro beauftragt hatte. Dies war für uns der Auslöser am Wochenende 13./14. April das Landratsamt Böblingen, das Regierungspräsidium Stuttgart und die Vorsitzenden der damaligen Gemeinderatsfraktionen über unser Gespräch mit dem Ortsbauamt vom 2. April zu informieren und artenschutzrechtliche Maßnahmen von der Gemeinde einzufordern.

Daraufhin stoppte das Landratsamt Böblingen den für den 15. April vorgesehenen Abbruchbeginn. Die Sache schien insgesamt doch noch einen für alle Seiten guten Verlauf zu nehmen, denn im Amtsblatt vom 16. April war zu lesen: „Momentan werden sämtliche Gebäude durch ein Fachbüro für Artenschutz untersucht.“ Dann aber veröffentliche die Gemeinde, für uns völlig unverständlich, am 8. Mai oben erwähnten Artikel im Gemeindeblatt.

Dieser Artikel hat uns natürlich sehr getroffen. Viele von uns sprachen sogar davon, dass mit den Vorgängen rund um die Abbrucharbeiten in der Weissacher Ortsmitte die Beziehungen zwischen der Gemeinde und dem BUND einen historischen Tiefpunkt erreicht haben.

Trotzdem wollen und werden wir den Blick nach vorne richten. Umwelt- und Naturschutz sind in Zeiten der fortschreitenden Erderwärmung und des Artenschwundes von herausragender Bedeutung. Die vielen großen Herausforderungen die vor uns liegen, können wir nur gemeinsam und in vertrauensvoller Zusammenarbeit meistern. Deshalb wird der BUND Vorstand, wie am 18. Juni, auch weiterhin das vertrauensvolle und von gegenseitigem Respekt geprägte Gespräch mit der Gemeinde suchen.

Ihr, liebe Mitglieder könnt uns dabei unterstützen, in dem Ihr zu unseren BUND-Treffs kommt und euch aktiv an unseren Projekten und Aktionen beteiligt oder neue, eigene Ideen mitbringt. Je mehr wir sind, desto größer ist unser Einfluss und desto mehr können wir Positives für unsere Gemeinde bewirken.

Der Vorstand

Umweltpreis des Jahres 1989

Für die Kartierung der gesamten Heckenbestände und Steinriegel auf der Gemarkung von Weissach und Flacht erhielt die damals noch junge BUND Ortsgruppe Weissach und Flacht den Umweltpreis des Landes Baden-Württemberg, der mit einem Preisgeld von 2.000 DM dotiert war.

Unser aktueller Vorstand

Der aktuelle Vorstand der BUND Ortsgruppe Weissach + Flacht  (BUND Weissach)

Bei unserer Jahresmitglieder-Versammlung am 23. März 2018 wurde der Vorstand einstimmig für weitere drei Jahre gewählt.

Die Mitglieder des Vorstands von links nach rechts:

Wolfgang Herdtle (Schriftführer)

Angelika Brümmer (Schatzmeisterin)

Jürgen Herrmann (Beisitzer im Vorstand)

Markus Hertel (Beisitzer im Vorstand)

Birgit Clauß (2. Vorstand)

Doris Schmidt-Welker (Beisitzerin im Vorstand)

Jörg Herter (1. Vorstand)

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