Ortsgruppe Weissach + Flacht
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Veranstaltungsarchiv

Teilnahme an BUND Symposium „Klimafolgenanpassung in der Region – Wogegen sollten und wie können wir uns wappnen?“

Von Jochen Clauß
 

Am 22.11.2025 nahmen wir in Bietigheim-Bissingen an einer Veranstaltung zum Thema Klimafolgen teil und möchten jetzt die dort präsentierten Vorträge in jeweils zusammengefasster Form an euch weitergeben. Es war recht viel interessante Information, die uns da in kurzer Zeit „flutete“. Kurz gesagt ging es darum, bei quasi gleichzeitig zu viel und zu wenig Wasser bei uns die Ursachen zu erkennen und entsprechend Abhilfe zu schaffen. Dieser Bericht gliedert sich in 4 Teile:

  1. Vortrag von Herrn Dr. Joachim Eberle (Physische Geographie - Universität Tübingen): "Georisiken und aktuelle Geomorphodynamik in Süddeutschland im Kontext des Klimawandels"
  2. Vortrag von Herrn Prof. Dr. Auerswald (Arbeitsgruppe Bodenphysik und Erosionsschutz Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Institut für Agrarökologie und Biologischen Landbau (IAB 1a) und Technische Universität München): „Wasser in der Landschaft halten“
  3. Vortrag von Herrn Uwe Ritzer (Journalist und Wirtschaftskorrespondent der Süddeutschen Zeitung): „Zwischen Dürre und Flut“
  4. Vortrag von Frau Julia Ritsche, (Geografin und Forstwissenschaftlerin, Fachreferentin für Agroforst und Alleen) Baumland - Kampagne: „Pflanzen - Pflegen – Nutzen: Wie wir uns mit Bäumen und Hecken gegen Wetterextreme wappnen können“

Teil 1: Vortrag von Herrn Dr. Joachim Eberle (Physische Geographie - Universität Tübingen): "Georisiken und aktuelle Geomorphodynamik in Süddeutschland im Kontext des Klimawandels"

Dieser Vortrag zeigt die Herausforderungen auf, denen wir durch unsere geografische Umgebung und dem Klimawandel ausgesetzt sind.

Georisiken für unsere Region stellen sich im Wesentlichen als Sturzfluten oder Massenbewegungen, also Erdrutsche, dar. Die Zunahme dieser beiden Risiken ist vorwiegend hydrologisch oder meteorologisch bedingt, also immer im Zusammenhang mit Wasser. Massenbewegung kommen meist im Schichtstufenland vor. Bei uns ist dies der Übergang zwischen Keuper und Muschelkalk, kann also Hecken- und Strohgäu sein. Die Gefahr der Bewegung entsteht immer bei Wassersättigung eines Hanges. Wird dann die natürliche Wasserführung unterbrochen, wie bei der Rutschung von Öschingen 2013 durch eine Forststraße, kann ein Hang in Bewegung kommen.
Das Einzugsgebiet der Enz ist die niederschlagsreichste Gegend in Baden-Württemberg. Hier bei uns hat der Klimawandel die 2° Marke knapp erreicht, dies bedeutet weniger Niederschlag im Sommer und mehr im Winter. Allerdings nimmt die Häufigkeit von Starkregen im Sommer zu.
Ein Beispiel für Starkregen ist Braunsbach 2016. Ein Gewitter regnete auf eine Hochfläche mit nur einem Abfluss 71 Liter in nur einer Stunde. Starke Erosion, Totholzfracht und der kleine Abfluss führen zu verheerendem Hochwasser im unterhalb liegenden Ort und 100 Millionen € Schadenssumme.


Festzuhalten ist: Es gibt vermehrt konvektive Niederschläge (Wärmegewitter) heutzutage. Die Gestaltung des Siedlungsbereichs beeinflusst das Abflussgeschehen. Allerdings wird bei der Hochwasserschutzplanung oft rein auf die Siedlungsgebiete fokussiert, wichtiger wäre aber die Betrachtung der Einzugsgebiete. Es gilt, dass je kleiner das Einzugsgebiet ist, desto individueller wird das Geschehen.

Teil 2: Vortrag von Herrn Prof. Dr. Auerswald (Arbeitsgruppe Bodenphysik und Erosionsschutz Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Institut für Agrarökologie und Biologischen Landbau (IAB 1a) und Technische Universität München): „Wasser in der

Vorab wurde einleitend als wichtige Wissensgrundlage dargestellt:

Der kleine Wasserkreislauf:

  1. Verdunstung / Transpiration
    Wasser steigt von Boden, Blättern und Oberfläche als Wasserdampf nach oben.
  2. Kondensation
    Der aufsteigende Wasserdampf kühlt ab und bildet lokal Wolken oder Nebel.
  3. Niederschlag
    Das kondensierte Wasser fällt in derselben Region wieder als Regen auf Boden und Vegetation zurück.

Im weiteren Verlauf des Vortrags wurde nun die Bedeutung des kleinen Wasserkreislaufs für das Wasser-in-der-Lanschaft-halten respektive dessen Störung dargelegt.

Zuerst wurde die Niederschlagsstatistik für die letzten 125 Jahre betrachtet. Diese zeigt über die gesamten 125 Jahre, dass je Monat eines Jahres die Niederschläge um plus oder minus 40% variieren. Ein funktionsfähiger Boden kann diese Spanne verkraften. Denn Verdunstung, Abfluss und Grundwasserneubildung bleiben gleich. D.h., allein aus den Niederschlägen kann die erlebte Zunahme der Hochwasserereignisse nicht hergeleitet werden, denn statistisch gibt es alle 5 Jahre ein Starkregenereignis, ein so gennannter 100-jähriger Regen.

Die gegenwärtige Vorstellung vom CO2 getriebenen Klimawandel sieht so aus:
Das Steigen des CO2-Gehalts der Luft führt zu seltenerem Regnen und gleichzeitig mehr Starkregen. D. h., in kurzer Zeit fließt mehr Wasser oberirdisch ab. 
Ergebnis: Hochwasser + Trockenheit nimmt zu

Gut wäre: Der Boden steht als Speicher von Wasser bereit.

Die erweiterte Betrachtung zeigt, es gibt effektverstärkend gleichzeitig den landnutzungsgetriebenen Klimawandel:
Durch Verdichten, Drainieren und Versiegeln des Bodens ist dessen Speicherfähigkeit dauerhaft herabgesetzt. Der Boden kann nicht mehr Wasser speichern.

Ergebnis: Hochwasser + Trockenheit nimmt zu

Gut wäre: der Boden steht als Speicher von Wasser bereit

 

Ursachen des Landnutzung getriebenen Klimawandels:

1) Bodenversiegelung, mehr in Gemeinden denn in Städten, am Beispiel Bayern
6% der Fläche in Bayern sind versiegelt, dies entspricht 330m² versiegelter Fläche pro Einwohner.

Daraus folgt, dass für die Gesamtmenge der Ausgangsgrößen

- beim Niederschlag auch 6% Aufnahmefähigkeit des Bodens wegfallen == 60 l/m² fließen weg

- bei der Verdunstung auch 6% der Verdunstungsfähigkeit fehlen == 30 l/m² verdunsten nicht

- bei der Grundwasserneubildung fehlen 15 l/m²

Eigentlich wird der Ausfall einer Fläche durch die Nachbarflächen kompensiert, aber bei zu viel Versiegelung pro Fläche entsteht ein Dominoeffekt des Nicht-mehr-Ausgleichen-Könnens.

2) Entwässerung

Fließgewässer in Bayern haben ein Streckenlänge von rund 100.000 km.

Die Wegseitengräben zu bestehenden Straßen, Feldwegen und Forststraßen erreichen eine Länge von zusammen ungefähr 500.000 km. Forststraßen alleine erreichen eine Dichte, die in etwa der Straßennetzdichte in München entsprechen.

Die meistens dieser Wege haben nur einen Nachteil: Sie führen zur Siedlung hin und weisen dem (Hoch-)Wasser den Weg.

3) Unterbodenverdichtung

Innerhalb der letzten Jahre sind die Radlasten auf dem Acker um 1000% gestiegen. Zum Vergleich: CO2 Konzentration ist um 50% gestiegen.
Auf dem Acker finden Überrollungen pro Jahr statt:

- 5,5 mal bei Winterweizen

- 6,3 mal bei Silomais

- 11,2 mal bei Zuckerrüben

Das Ergebnis: Wasser kann nicht mehr in den Unterboden eindringen, das Speichervermögen sinkt von 1m Dicke auf nur noch 30cm. Der Abfluss von Wasser findet letztlich oberirdisch mit Erosion des Oberbodens statt.

Es zeigt sich: Es ist nicht so sehr die quantitative, sondern vielmehr die qualitative Versiegelung, die Extreme so verstärkt.

Abhilfe:

Das Verdichten, Versiegeln und drainieren muss gestoppt und rückgängig gemacht werden. Straßengräben müssen abflusshemmend gestaltet werden und die Radlasten in Land- und Forstwirtschaft vermindert werden.

Hinweis jenseits des Vortrags: Von Prof. Auerswald gibt es weitere Vorträge im Netz, z.B.

 https://gesunder-boden.de/wissens-beitrag/1736877527553x605438870726115300

Teil 3: Vortrag von Herrn Uwe Ritzer (Journalist und Wirtschaftskorrespondent der Süddeutschen Zeitung): „Zwischen Dürre und Flut“

Dieser Teil hebt mehr auf das knapper werdende Gut Süßwasser ab.

In Deutschland werden ungefähr 20 Milliarden m³ Wasser pro Jahr (2019) aus der Natur entnommen. ¾ von dieser Menge fällt auf Industrie, Landwirtschaft und Energieversorgung. Privathaushalte hingegen verbrauchen immer weniger Wasser.
Bei Wassernotständen richten sich Sparappelle und Beschränkungen in der Regel immer an die Privathaushalte. Warum richten sich diese Appelle nicht an Industrie, Landwirtschaft und Energieversorgung?

Verschieden Einzelbeispiele wurden aufgeführt, wie zum Beispiel Grundwasserentnahme für Mineralwasser im Großen Stil oder E-Autowerke in wasserarmen Gebieten. Die gerne genommen Generalidee „Bodenseewasserversorgung wird es richten“ muss aber beachten, dass ab 2040 mit deutliche weniger Schmelzwasserspeisung des Rheins gerechnet wird. Eine erste Konkurrenzsituation wird für Berlin erwartet, wenn die bisher für die Trockenlegung von Braunkohletagebau abgepumpte Wassermenge nicht mehr in Spree und Havel gepumpt wird, sondern in der Lausitz verbleiben.
Für die Wasserentnahme wird in Bayern, Hessen und Thüringen kein Wasserpfennig erhoben. In den anderen Bundesländern sind es nur Centbeträge pro m³ (BaWü 10Cent/m³). Es gibt also für die großen Verbrauchern keinen bis wenig Anreiz Wasser zu sparen.

Dabei gehört Deutschland zu den Ländern mit Nettowasserverlusten.

Das alles wird in der „Nationalen Wasserstrategie“ mit 78 Einzelmaßnahmen adressiert. Aber, man weis, was zu tun ist, es wird aber nicht umgesetzt.

Vorschläge:

- Wassercent für alle einführen

- keine Privatisierung von Wasserrechten

- den kleinen Wasserkreislauf wiederherstellen

 

Teil 4: Vortrag von Frau Julia Ritsche, (Geografin und Forstwissenschaftlerin, Fachreferentin für Agroforst und Alleen) Baumland - Kampagne: „Pflanzen - Pflegen – Nutzen: Wie wir uns mit Bäumen und Hecken gegen Wetterextreme wappnen können“

Mit Bäumen und Hecken gegen Wetterextreme wappnen

Die BaumLandKampagne stellt sich als „Lobby für Gehölze“ vor. Sie möchte sich um Streuobst, Hecken, Agroforst und Alleen kümmern und stellt verschiedene Möglichkeiten vor.

Möglichkeit 1:

  • Landschaftsgehölze wirken gegen Dürre, vgl. „kleiner Wasserkreislauf“ aus Teil 2
  • Denn 50% der Niederschläge in Deutschland entstehen aus dem kleinen Wasserkreislauf.

Möglichkeit 2:

  • Agroforst + KeyLineDesign gegen Extremniederschläge
  • z.B. Pappeln und Acker
  • KeyLine meist entlang der Höhenlinie oder der geometrischen Gerade quer zur Abflussrichtung als Zuflussregulierung zu Bächen und Flüssen

Möglichkeit 3:

  • Hecken gegen Wind und Sturm
  • Denn in Deutschland liegt der Mittelwert für Winderosion der Böden bei 1,4 bis 3,2 Tonnen pro Hektar und Jahr. Der Maximalwert für Winderosion liegt bei 50 Tonnen Boden pro Hektar und Jahr.
  • Hecken reduzieren die Windgeschwindigkeit je nach Ausführung zwischen 17% und 67%. Daraus folgt eine Reduzierung der Winderosion zwischen 24% und 97% bei gleichzeitiger Ertragssteigerung bis zu 14%.
    Hecken sollten alle 10 Jahre auf Stock gesetzt werden, damit sie ihre ökologische Funktion und Winddichtigkeit behalten.

Wichtig dabei ist: Hecken müssen gepflegt werden.

Möglichkeit 4:

  • Stadtbäume gegen Hitze
  • Ein großer Baum verdunstet bis zu 400 Liter Wasser am Tag. Dies senkt die Temperatur um 2% bis 7% in seinem Bereich. Machen dies viele Bäume zusammen, ergibt das: Im Wald ist es kühler als außerhalb.

Was müsste passieren?

Im Hintergrund all dieser Betrachtungen ist immer die EU Wiederherstellungsverordnung im Blick zu behalten. Diese hat als Ziel, die „biologische Vielfalt in Europa langfristig zu erhalten. … Die Verordnung zielt zudem darauf ab, die Widerstandsfähigkeit der Natur gegenüber dem Klimawandel und anderen Belastungen zu erhöhen. Die Wiederherstellungsmaßnahmen sollen daher auch dem natürlichen Klimaschutz dienen.“

Es ist ganz einfach: Es muss eh gemacht werden, also planen wir es gleich und machen es gut.


 

Regionalmarkt 2024

Der Regionalmarkt 2024 in der Strickfabrik ist vorbei. Bei angenehmen Temperaturen konnten die Gäste regionale Produkte einkaufen, sich über alte Streuobstsorten informieren, Kinder & Eltern beim Basteln vergnügen und kulinarische  Köstlichkeiten bei einem "Schwätzchen" mit Freunden genießen. Mehr...

 

 


 

Die Zukunft des Heizens: Expertenvortrag und Diskussion

Regionale Heckengäu ein voller Erfolg!

Regionalmarkt Heckengäu  (Regionalmarkt Heckengäu)

Dieses Jahr hat die schöne Herbstsonne den 11. Regionalmarkt Heckengäu zu einem beliebten Ausflugziel mit vielen Besucher*innen gemacht. Die große Vielfalt an regionalen Produktensowie das leckere Angebot an Speisen und Getränken wurden ausgiebig genutzt und es gab überall zufriedene Gesichter. An den Ständen und Sitzgelegenheiten gab es reichlich Gelegenheit zum ‚Schwätze‘.

Unsere BUND Stände mit den duftenden Waffeln und dem frisch gezapften Bierwaren sehr beliebt und stark gefragt. In unserer Holzwerkstatt war wieder ein fröhliches Sägen, Schrauben und Hämmern zu beobachten und viele Kinder präsentierten stolz ihre Kreationen.

Zusätzlich konnten wir zahlreiche Stofftaschen mit Infomaterial zum Thema ‚Plastikdiät‘ verteilen. Ein ganz herzlicher Dank an alle unsere ehrenamtlichen Helfer*innen! 

Ihre BUND Ortsgruppe Weissach und Flacht

Der Regionalmarkt in Bildern

Säumen - Wandern mit den Ponys

Am Montag, den 06. August 2018 trafen wir uns bei wunderschönem und heißem Wetter zum diesjährigen Sommerferienprogramm. Bereits zum dritten Mal gingen wir mit den Ponys auf Wanderschaft. Dieses Mal war unser Start beim Waldparkplatz von Flacht in Richtung Mönsheim im Schellenbergwald.

Zuerst wurden die Ponys bepackt, sämtliche Taschen und Rucksäcke der Kinder und Begleiter*innen der BUND Ortsgruppe Weissach + Flacht auf die Ponys verteilt. So musste niemand selbst etwas tragen und alle konnten sich voll auf die Tiere konzentrieren. Kinder und Begleiter*innen wurden den Ponys zugeteilt, mit je 2 Kinder links und 2 Kinder rechts vom Pony.

Schnell wurde es sehr heiß, so haben wir unsere Tour kurzfristig geändert und blieben durchweg im und direkt am Wald, wenn möglich immer im Schatten. Die meisten von uns wussten gar nicht, wie viele Wege es in diesem kleinen Waldstück zwischen Flacht und Mönsheim gibt. Wir mussten bei unserer vierstündigen Wanderung keine Wege zweimal gehen!

Die Mittagspause legten wir am Waldrand im Schatten der großen Bäume ein. Die Kinder genossen es, sich im Gras niederzulassen, die Beine auszustrecken und ihr Mittagessen einzunehmen.

Auf dem Rückweg nach der Pause spürte man langsam, wie weit die Strecke war und dass die Tiere einen schnellen Schritt haben. Wir kamen trotzdem früh genug an den Waldparkplatz zurück, dass die Kinder wie versprochen die Ponys noch hingebungsvoll putzen konnten.

Die Kinder zeigten Ihren Eltern noch "ihr" Pony und wollten am liebsten noch lange Zeit bleiben. Es war eine wunderschöne Wanderung. Die Kinder und Erwachsenen haben bei den Ponys Schritt gehalten und die Ponys liebevoll und einfühlsam betreut.

Fotos von der Wanderung mit den Ponys

Fotos von der Wanderung mit den Ponys

Bericht vom BUND Jahresausflug ins Naturschutzzentrum Schopfloch am 1. Juli

Gruppenfoto der Teilnehmer am BUND Jahresausflug 2018 vor dem Naturschutzzentrum Schopflocher Alb. Gruppenbild der Ausflugsteilnehmer  (W. Herdtle / BUND Weissach)

Gemeinsam mit dem BUND Leonberg haben wir bei schönstem Sommerwetter unseren Jahresausflug zum Naturschutzzentrum Schopfloch unternommen. Zunächst erhielten wir von einer Mitarbeiterin eine Führung durch das neu renovierte Naturschutz-zentrum und informierten uns über dessen Ziele und Aufgaben. Nach einer kleinen Stärkung machten wir eine kleine Wanderung zum Schopflocher Moor, wo wir eine andere Mitarbeiterin trafen, die uns durch das Naturschutzgebiet führte.

Das Schopflocher Moor stellt eine landschaftliche Besonderheit im Karstgebiet der Schwäbischen Alb dar. Seine Entstehung verdankt es einer wasserstauenden Tonschicht, welche durch Verwitterung der Gesteinsfüllung eines Vulkanschlotes entstand. In das heute etwa 75 Hektar große Naturschutzgebiet sind neben der eigentlichen Moorfläche auch die umgebenden Wiesen mit einbezogen. Zur Besucherlenkung wurde 1976 ein Bohlenweg durch das Moor gebaut, so dass Besucher das Naturschutzgebiet begehen können, ohne die trittempfindliche Vegetation zu schädigen.

Nach der Führung durch das Moor ging es wieder zurück zum Naturschutzzentrum, wo wir uns nochmals mit Kaffee und Hefezopf stärken konnten, bevor es wieder zurück ging in die Heimat. Alle waren sich einig, dass es ein wunderschöner und interessanter Ausflug war. 

Aktion "Weissach sagt: STOP KOHLE" am 24. Juni

Das Bild die Aktionsteilnehmer vor dem Banner mit der Forderung Stop Kohle. Gruppenfoto der Aktionsteilnehmer mit der Forderung STOP KOHLE  (D. Herter / BUND Weissach)

Greenteam Schwabenpower und die BUND Ortsgruppe hatten letzten Sonntag zur Aktion „Stop Kohle“ aufgerufen, die bundesweit an vielen Standorten stattfand.

Über 50 Unterstützer*innen der Energiewende trafen sich, um ihren symbolischen schwarzen Handabdruck unter die Forderung „Stop Kohle“ zu setzen. Nachdem das vorbereitete 4m lange Banner mit unseren schwarzen Händen bedruckt war, stellten wir uns noch am Marktplatzbrunnen zum gemeinsamen Foto auf. Alle hatten Spaß an der Aktion und es gab viele gute Gespräche.

Wir wollen mit der Aktion erreichen, dass die Kohlekommission der Bundesregierung möglichst ambitionierte Ziele für den Ausstieg aus der Kohle vorschlägt. So soll eine 40% Reduzierung der CO² Emissionen bis zum Jahr 2020 erreicht werden, um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erfüllen. 

Bilder unserer Aktion Stop Kohle