Ortsgruppe Weissach + Flacht

Klima und Energie

Wir müssen nicht das Klima retten, sondern uns. Denn gesunde Menschen gibt es nur auf einem gesunden Planeten (Eckart von Hirschhausen).

Solarpotentialstudie

Ab 1. Mai 2022 Solarpflicht in Baden-Württemberg auch für neuen Wohngebäude

Solaranlage  (Foto: BUND Weissach)

Mitten in der Klimakrise ist das Potential der Solarenergie in Deutschland immer noch weitestgehend unerschlossen. Das ist geradezu irrational angesichts der bedeutenden Rolle, die eine Nutzung der Sonnenenergie für Strom und Warmwasser in Deutschland und weltweit spielen könnte, wenn man sie bloß nutzen würden.

Im Auftrag von Greenpeace hat das Frauenhofer ISE bereits im August 2021 eine Kurzstudie zu den Potentialen von PV in Deutschland erstellt (PDF-Download). Die Studie entkräftet insbesondere den verbreiteten Mythos, dass die Energiewende zum Scheitern verurteilt ist, weil sich unser Strombedarf aus Wind- oder Solarstrom angeblich nicht decken lasse.

Solarpflicht für Wohngebäude im Ländle in Kraft getreten

Nachdem bereits zu Jahresbeginn alle neuen Nichtwohngebäude und Parkplätze mit einer Photovoltaikanlage versehen werden müssen, gilt dies ab 1. Mai 2022 auch für neue Wohngebäude, gleichgültig, ob es sich um ein Ein- oder Mehrfamilienhaus handelt. Konkret besagt die Regel: Wer seit dem Stichtag einen Bauantrag stellt, muss 60 Prozent der für die Photovoltaik geeigneten Dachfläche mit Modulen belegen.

Unser Tipp: Hilfestellung bei der individuellen Auslegung von PV-Leistung und Speicherkapazität kann die Forschungsgruppe Solarspeichersysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin (https://solar.htw-berlin.de/) leisten. Zum Beispiel mit dem Unabhängigkeitsrechner, mit dem sich abschätzen lässt, welchen Beitrag eine PV-Anlagen und Batterie­speicher zur Strom­ver­sorgung von Eigen­heimen leistet. Ein Blick darauf lohnt sich auf jeden Fall.

Stecker-Solar: Solarstrom vom Balkon direkt in die Steckdose

Mit Stecker-Solargeräten können auch Mieter und Wohnungseigentümer eigenen Sonnenstrom erzeugen. Die Verbraucherzentrale infomiert sehr anschaulich, worauf Sie dabei achten sollten.

Hier geht´s zur Verbraucherzentrale.

Besonders sparsame Haushaltsgeräte

Infos zu Modellen mit besonders niedrigem Strom-und Wasserverbrauch

Die Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2019/20“ des Umweltministeriums Baden-Württemberg wurde mit Stand 10/2019 überarbeitet. Zusammengestellt sind effiziente Haushaltsgeräte üblicher Bauarten und Größenklassen. Außerdem enthält die Broschüre Informationen zu Klimaklassen, Tipps für ideale Aufstellorte, Wissenswertes zur Wahl zwischen Einbaugeräten und Standgeräten. In Deutschland werden derzeit im Handel etwa 4.400 verschiedene Kühl- und Gefriergeräte, 1.000 Waschmaschinen, 1.900 Spülmaschinen, 500 Wäschetrockner und 80 Waschtrockner angeboten. Orientierung ist also dringend nötig.

Die Broschüre finden Sie hier.

Eine detaillierte Beschreibung der Energieverbrauchskennzeichnung finden Sie auf der Website des Bundesumweltamtes.

PV reduziert viel mehr Co2 wie Bäume binden können

Anmerkung zu den Zahlen in der Grafik:

Diese Berechnung basiert auf Buchen mit einem Durchmesser von ca. 15cm etwa in Augenhöhe. Buchen mit einem Durchmesser von 25cm können ca. doppelt so viel Co2 binden.

Im obigen Beispiel binden also ca. 40 Buchen 1 Tonne Co2. Die PV-Anlage auf dem Einfamilienhaus vermeidet dagegen beim jetzigen Strommix so viel CO2, wie ca. 400 Buchen mit 25cm Durchmesser binden können.

Übrigens: Selbst eine kleine Windkraftanlage, wie z.B. die bei Weilimdorf mit 500kW Leistung und mit rund 650.000kWh Jahresertrag, vermeidet beim heutigen Strommix so viel CO2, wie rund 4350 Buchen mit einem Durchmesser von 60cm in der gleichen Zeit binden können.

Bei einem Durchmesser von 26cm wären es sogar 9930 Bäume. (Co2-Werte vom FVA BW Freiburg). Kaum zu glauben, aber wahr!

Und noch ein Unterschied: Wenn die Buche eines Tages abstirbt oder zu Brennholz wird, wird die aufgenommene Co2-Menge wieder frei. Bei einer Windkraftanlage amortisiert sich der Co2 Ausstoß für Bau und Abriss energetisch bereits nach 0,5 bis 2 Jahren.

Die ornitholotischen Folgen der Windkraft

Ausbau der Windkraft ist keine Bestandsgefährdung für Vögel

In umfangreichen Untersuchungen hat Oliver Kohle vom Schweizer Umweltbüro Nussbaumer/Kohle die Faktenlage mit verschiedenen Studien, wie die Progress-Studie oder die Schweizer Vogelzugstudie analysiert. Die wichtigsten Ergebnisse der Studien sind: Windkraftanlagen stellen kein erhöhtes tödliches Risiko für bedrohte Vogelarten dar.

Lesen Sie hier den Artikel von Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group (EWG), MdB(1998 – 2013) und Autor.

Staatlich unterstützte Sabotage

Windenergie könnte das Zugpferd von Energiewende und Klimaschutz sein. Doch inzwischen ist der Zubau von Rotoren fast komplett eingebrochen. Immer mehr Windparks landen vor Gericht - weil Ministerien und Behörden fanatischen Windkraftgegnern besondere Klagerechte einräumen.

Lesen Sie hier den Beitrag von Jürgen Lessat auf kontext: wochenzeitung.

Deutschland droht die solare De-Industriealisierung


Unter dem Druck der fossilen Energiewirtschaft hat die Internationale Energie-Agentur (IEA) in Paris über Jahrzehnte die Öl-, Gas- und Kohlevorkommen überschätzt und die Möglichkeiten der erneuerbaren Energien unterschätzt. Diese Fehleinschätzung beginnt, sich nun zu rächen.

Ein Kommentar von Franz Alt.

In ihrem neuen World Energy Outlook warnt die IEA vor einer dramatischen Unterversorgung mit globalen Erdölreserven. Diese wird nun schon in wenigen Jahren befürchtet. Bereits Mitte des nächsten Jahrzehnts. Lange Zeit hatten die Weltwirtschaft sowie die Regierungen der meisten Industriestaaten den Zahlen aus Paris vertraut. Sie werden nun brutal verunsichert.

Den ganzen Artikel hier lesen ...

Klimawandel und Sommerhitze: Die Gegner machen mobil

Wissenschaftler auf der ganzen Welt sind sich darin einig, dass der Klimawandel von Menschen mitverursacht wird – doch die Gegner machen mobil: Vor allem die Befürworter fossiler Energien und multinationale Großkonzerne, die nur ein Ziel haben: den Zweifel säen - und den Kampf gegen den Klimawandel ausbremsen. Autor/-in: Herbert Kordes, Shafagh Laghai, Lisa Seemann.

Video ansehen: Monitor | 16.08.2018 | 12:39 Min. | Das Erste

Klimakrise

Wer von Ökodiktatur spricht, hat das Problem nicht verstanden

Die Erderhitzung ist eine Gefahr, die sich von allen anderen unterscheidet. Sie erfordert
neues Denken, neue Antworten – aber natürlich keine Ökodiktatur.

Lesen Sie hier ein Essay von Jonas Schaible. Quelle: Zeit Online.

Italien macht Klimawandel zum Schulfach

Italiens neue Koalitionsregierung will nächstes Jahr ein neues Schulfach zum Klimawandel und seinen Folgen einführen – als erstes Land der Welt. Auch in anderen Fächern soll es künftig mehr um nachhaltige Entwicklung gehen.

Hier geht´s zum Artikel der klimareporter

Strom wechseln

Sie wollen Ihren persönlichen CO2-Ausstoß deutlich senken? Sie wollen den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort gezielt voranbringen? Sie wollen keinen Strom mehr von den großen Konzernen, aus Kohle- und Atomkraftwerken?

Dann beziehen Sie künftig echten Ökostrom und achten Sie dabei auf das Gütesiegel »Grüner Strom Label«.

Der Wechsel ist einfach und hilft der Umwelt.

An diesen Energieversorgern ist RWE beteiligt.