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Im vergangenen Winter sah man wieder Bäume über und über mit Misteln behangen. Die Misteln leben dort als Halbschmarotzer und entziehen ihrem Wirt, dem Baum, mit Saugwurzeln Wasser und Nährstoffe. Die Kraft des befallenen Baumes wird fortwährend geschwächt. So haben andere Schädlinge und Krankheiten leichteres Spiel.
Wie kannst Du als Pfleger Deines Baumes helfen?
Wenn eine Mistel sich an äußeren Ästen zeigt, kannst Du den befallen Ast mit der Mistel zusammen ca. 20 cm von der Mistel entfernt abschneiden. Mistel weg ist das Beste. Denn merke: Misteln stehen hier nicht unter Naturschutz!Viele Teile Deines Baumes möchtest Du aber behalten. Daher wendest Du hier eine noch einfachere Methode an: Brich die Mistel einfach ab! Die kommt zwar wieder, aber Du bist sturer als jede Mistel. Denn das Abbrechen muss natürlich wiederholt werden.
Musst Du jährlich Misteln abbrechen?
Besser ja. Unsere eigenen Erfahrungen an vielen Bäumen über mehrere Jahre zeigen, dass das Wachstum der Mistel dann über die Jahre schwächer wird.
Die wichtigste Regel ist, dass die Misteln nicht ihre weißen Beeren bekommen können. Denn die Beeren verbreiten das Übel weiter. Beeren, die nicht von Vögeln gefressen und so verbreitet werden, platzen auf. Die Kerne der Mistelfrucht seilen sich dann an Zuckerfäden ab und infizieren die darunter liegenden Äste.
Die beste Zeit, etwas gegen die vielen Misteln zu tun, ist jetzt.